ABGEFAHREN im Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau im österreichischen Tirol
Die Schnee-Reporter von Ski-Stories.de sind unterwegs in den Alpen, um aktuell zu schildern, wie es auf den Pisten gerade aussieht.
So war es am Samstag, 7. Februar 2026, auf den Pisten im Verbund Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau im Tiroler Alpbachtal in Österreich.
ABGEFAHREN ist KEINE Gebiets-Reportage, sondern nur eine „Momentaufnahme“. Viele weitere ABGEFAHREN sind HIER zu finden:
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Katja Bauroth
Die Sonne strahlt an diesem Samstagmorgen über dem Tiroler Alpbachtal in Österreich, obwohl Bewölkung und Niederschlag gemeldet waren. Der Skibus – mit der Alpbachtal Card gratis nutzbar – ist um 9 Uhr nur zu einem Viertel gefüllt, die Parkplätze am Fuß der Wiedersbergerhornbahn I dagegen recht gut.
Samstags ist in der Regel An- und Abreisetag für Urlauber und für Einheimische sowie Tagesgäste immer eine Art „Geheimtipp“. Denn es herrscht genau die richtige Mischung: genug Trubel, um Atmosphäre zu spüren, und trotzdem so viel Raum, dass man zwischen den Schwüngen fast allein mit der Bergkulisse ist. Und die kann sich im Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau definitiv sehen lassen: Die beiden Talschlüsse werden von Gipfeln bis in 2000 Meter Seehöhe umrahmt.

Die Bedingungen an diesem Samstag sind perfekt: 41 von 45 Liftanlagen haben geöffnet, 56 von 80 Pisten sind befahrbar. Insgesamt glänzt das Gebiet mit 114 Pistenkilometern (km), davon 31 km leicht, 54 km mittel, 13 km schwer sowie 16 km Skirouten.
Die Ski-Stories-Autorin dieser Zeilen ist zum ersten Mal auf den Pisten im Alpbachtal und der Wildschönau unterwegs und wird vom Marketingleiter des Ski Juwels, Stefan Leitner, begleitet. Er kennt die Region aus dem Effeff und ist dazu ein begnadeter Skifahrer.
Die geöffneten Abfahrten sind in einem ausgezeichneten Zustand – aktuell zugegebenermaßen vor allem dank des technisch erzeugten Schnees. Hier setzt die Region auf neueste Beschneiungsanlagen und investiert in Geräte, die deutlich weniger Energie verbrauchen. Zuletzt sind im Alpbachtal 30 und in der Wildschönau 14 neue Schneeerzeuger in Betrieb genommen worden. Damit rückt das Tiroler Skigebiet dem erklärten Ziel näher, die Grundbeschneiung künftig innerhalb von nur drei Tagen durchführen zu können und die Schneesicherheit bis zum Ende der Wintersaison zu erhöhen. 85 Prozent aller Pisten sind, laut Website der Region, technisch beschneit.

First Line Skiing: Der frühe Vogel carvt am besten
Die Abfahrten sind griffig, stellenweise blitzen jedoch Eisplatten, die gut geschliffene Kanten an Ski und Snowboard verlangen. Abseits der Pisten herrscht allerdings Frühlingflair mit grau-grünen Wiesen. Die Plusgrade bis zu sieben Grad Celsius vermitteln selbiges. Im Sonnenschein wechseln Jacken gegen Softshells – dieser Februartag fühlt sich nach Sonnenskilauf wie Mitte März an.
Es gilt: Wer früh rauskommt, wird belohnt. Die Talabfahrt nach Inneralpbach beispielsweise ist am Morgen ein kompakter Traum, auf dessen gleichmäßigem Gefälle sich satte Kurven ziehen lassen.
Wen es noch früher auf die Pisten zieht, dem seien die Samstage ab 7. März 2026 ans Herz gelegt: Dann heißt es First Line Skiing am Wiedersberger Horn. Bereits ab 7 Uhr fahren Skifans mit der Pöglbahn dann auf den Berg und carven mit den ersten Sonnenstrahlen um die Wette. Mit der Hornbahn 2000 geht’s weiter zum höchsten Punkt im Skigebiet, wo man die einzigartige Atmosphäre frühmorgens am besten genießt.
Top of Alpbachtal: Gipfel-Panorama mit Weitsicht
Apropos: An der Bergstation der Hornbahn befindet sich „Top of Alpbachtal“. Der 13 Meter hohe, architektonisch preisgekrönte Aussichtsturm auf 2.030 Metern ist nicht nur der höchste Punkt des Skigebiets Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau, sondern auch ein berechtigter Stolz der Region, der auf die Bucket List für einen Besuch gehört! Er wurde an die traditionsreiche Holzbauweise, für die die Häuser im Tal bekannt sind, angepasst und mit 25.000 handgefertigten Holzschindeln verkleidet.

Drinnen ist ein Begegnungsort für Bergmenschen entstanden. Der Raum soll an „die gute Stube“ in einem Bauernhaus erinnern, nur eben modern interpretiert und mit einer beeindruckenden Aussicht durch die gigantischen Panoramascheiben, erklärt Stefan Leitner. Der Ort sei für Hochzeiten beliebt. Angedacht seien künftig eventuell auch Meetings und kulturelle Abende.

Oben auf dem Turm lässt einen der atemberaubende Rundumblick nicht los. Mit Hilfe moderner und kostenfrei nutzbarer Viscope-Aussichtsfernrohre entdecken Interessierte bei guter Sicht legendäre Gipfel nah und fern wie die Sagtaler Spitze, den Großglockner oder den Olperer: In den drehbaren 360-Grad-Fernrohr befindet sich ein Display, das die Berge samt Höhe benennt. Dies ist so faszinierend, dass das Skifahren fast in den Hintergrund rückt – aber nur fast.
„Top of Alpbachtal“ ist natürlich ein beliebter Fotopunkt. Davon zeugen allein an diesem Vormittag etliche Familien und Gruppen, die entsprechend posieren.

Fotopunkte gibt es einige in dem Skigebiet. Geradezu Influencer-like präsentiert sich die freistehende, handgefertigte Holztür wenige Schritte von der Bergstation der Pöglbahn beziehungsweise gegenüber des Kohlgrubenlifts. „Die Pforte zur Bergwelt“ ist ein Geniestreich in Sachen Selbstläufer im Marketing, anders kann man das nicht ausdrücken. Dabei diente diesem einfach nur ein alter Baum und eine alte Holztür, die findige Bastler zusammengebracht haben.
Familien-Highlights: KidsCross, Funslope und Zwergenland
Das Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau gilt übrigens nicht umsonst als ein Paradies für Familien. Anfänger finden hier die perfekten Bedingungen – angefangen von beheizbaren Sesselliften mit Anhebepunkten für höhenverstellbare Einstiege für Kinder sowie zeitgemäßen Sicherheitsvorrichtungen bis hin zu leichten Abfahrten für die ersten Fahrversuche.
Am Wiedersberger Horn bündelt das Ski Juwel seinen Familien-Spaß: Beim KidsCross Alpbachtal am Muldenlift jagen die Youngsters durch Steilkurven und einen Schneetunnel, Maskottchen Lauser feuert sie an, und direkt daneben zeigt der SpeedCheck, wie schnell sie wirklich unterwegs sind. Die Funslope und der KidsRun entlang der Familienabfahrt mit Wellen, Tunneln, Figuren und der Sirene des „Pistencops“ sorgen dafür, dass es nie langweilig wird.

Übrigens: Auf der Funslope sorgt das Durchfahren des Schneehauses auch für Begeisterung bei der Autorin dieser Zeilen.
Auf der Wildschönauer Seite geht es im Schatzberg Zwergenland an der Mittelstation der Schatzbergbahn weiter: Breite, übersichtliche Hänge mit Übungsliften bieten viel Platz – ideal für kleine Einsteiger und ihre Eltern.
Einkehrschwung: Brezelsuppe und Krautinger am Schatzberg
Auf die Wildschönauer Seite gelangt man mit einer Verbindungsbahn ab Inneralpbach. Es geht auf die Mittagszeit zu. Immer wieder verdecken Wolken den Himmel, Nebel beeinträchtigt kurzzeitig die Sicht. Im nächsten Moment – mit der nächsten Piste – reißt es wieder auf.
Am Schatzberg wartet die Sonnenterrasse der Hütte „Gipfö Hit“. Sie ist eine von 25 Hütten, die zum Einkehrschwung einladen.

Marketingexperte Stefan Leitner empfiehlt die für die Region typische Wildschönauer Brezelsuppe: aus altbackenen Brezeln, kräftiger Brühe und geschmolzenem Bergkäse – sehr reichhaltig und perfekt für einen langen Skitag. Zugegeben: Schmeckt echt köstlich, doch selbst die kleine Portion wird für gute Esser eine Herausforderung.
Zur Verdauung braucht’s deshalb einen Krautinger, ebenfalls eine regionale Spezialität, gebrannt aus der Weißen Stoppelrübe. Nur um die 20 Bergbauern aus dem Tal haben das Brennrecht darauf, das seit über 200 Jahren besteht und nur vererbt werden darf. Der Geschmack des Krautingers? „Eine Mischung aus Sauerkraut, nassem Hund und Hansi Hinterseers alten Skisocken“, spuckt Google humorvoll aus (Quelle: Website der „Wilderin“). Wer ihn probiert, versteht jedoch den besonderen Stolz der Wildschönauer darauf: Denn er ist durchaus „gschmackig“.

Übrigens: Oberhalb der Hütte „Gipfö Hit“ bietet sich ein weiteres Fotomotiv: das Gipfelkreuz am Schatzberg. Nur ein paar Minuten von der Bergstation der Verbindungsbahn entfernt, ist der Gipfel mit Leichtigkeit erreicht.
Eine der Lieblingspisten der Autorin startet direkt vor der Hüttentür: die Hahnkopf Abfahrt (Nr. 8) zur Hahnkopfbahn. Sie gehört eher zu den kürzeren Abfahrten im Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau.
Die längste präparierte Piste im Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau ist die Talabfahrt nach Inneralpbach (Nr. 47). Zudem bietet der Schatzberg in Auffach eine ebenfalls sehr lange, etwa sieben Kilometer umfassende Abfahrt, die genussvoll gefahren werden kann.
Snowboarder-Hotspot: Freeride rund um Hornbahn 2000
Der Tag im Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau vergeht wie im Flug. Am Nachmittag wird der Schnee weicher und auf manchen Pisten sulzig. Kurven lassen sich dennoch gut ziehen. Die Schoberried Abfahrt ins Tal nach Alpbach verlangt mit abwechselnd Sulz und eisigen Passagen noch einmal Kraft ab. Familien steigen da besser in der Mittelstation in die Gondel ein, damit Klein und Groß sicher ins Tal gelangen.

Was auffällt: Im Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau sind viele Snowboarder unterwegs. Kein Wunder, weiß Marketingleiter Stefan Leitner, denn neben den lässigen Pisten haben sich in der Community vor allem die vielfältigen Freeride-Optionen rund um die Hornbahn 2000 herumgesprochen – zumindest dann, wenn genügend Schnee liegt. Und auf diesen hofft man nicht nur im Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau in den nächsten Tagen.
März-Partys: Von BergBeats bis ABBA-Tribute
Denn bis zum Saisonende nach Ostern (12. April 2026) sollen noch etliche Traumtage auf den Pisten folgen – gepaart mit Veranstaltungen: Am 7. März heizt das neue Event Kronehit BergBeats am Wiedersberger Horn ein, ab 20. März folgt das „Sound on Snow“-Winterfinale in Niederau, und vom 27. bis 29. März bringt die ABBA-Tribute-Show ABBORN das Schatzberg-Plateau zum Tanzen. Anfang April – am Karsamstag, 4. April – macht der Freeride Contest „Open Faces“ in Inneralpbach Station – ein Fest für Zuschauer und Adrenalinjunkies gleichermaßen.
Wer den Winter in vollen Zügen genießen möchte, findet im Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau in Tirol die perfekte Mischung aus alpinem Abenteuer, Tiroler Herzlichkeit und genussvollen Überraschungen. Einfach mal probieren!
Weitere Tipps von Ski-Stories für das Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau
- Anreise: Das Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau ist sowohl mit dem Auto mautfrei als auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln leicht erreichbar. Die Flughäfen Innsbruck, Salzburg und München liegen etwa eine Stunde bis eineinhalb Stunden entfernt. Vor Ort gelangen Sie mit den Skibussen komfortabel zu den jeweiligen Talstationen.
- Region: Im Alpbachtal verzaubern neun Dörfer und eine malerische Stadt mit ihrem individuellen Charakter. Der bekannteste Ort ist Alpbach, das aufgrund seines einheitlichen Holzbaustils als Österreichs schönstes Dorf bekannt ist. Die kleinste Stadt Österreichs dagegen ist das malerische Rattenberg, mit gerade mal 400 Einwohnern. Vier Kirchdörfer können in der Wildschönau entdeckt werden. Absolut einzigartig ist Thierbach mit der Kirche, zwei Gasthöfen und nur wenigen Häusern. Es ist der ideale Ort für Entschleunigung. Der perfekte Einstieg ins Ski Juwel ist das urige Auffach. Den besonderen Charme des schönen Tales machen die verschneiten Bauernhöfe aus.
- Unterkunftstipp: Der Pirchnerhof in Reith im Alpbachtal ist ein Tipp für Paare und Familien gleichermaßen. Das Vier-Sterne-Superior-Hotel mit Schwimmbad und Wellnessbereich samt Saunen überzeugt mit Herzlichkeit, hervorragender Küche (3/4-Pension) samt Softdrinks, Bier und Hausweinen (12 bis 21 Uhr) inklusive und einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
- Skipasspreise: 1 Tag: 68,50 Euro/55 Euro/34,50 Euro (Erwachsene/Jugendliche/Kinder). Tipp: Die Jungfamilienkarte ist bei Skipässen von drei bis 14 Tagen erhältlich und kann abwechselnd von Mama und Papa mit Kindern bis fünf Jahren genutzt werden.
- Aktuelle Highlights: Nachtskilauf am Reither Kogel bis 6. März 2026 (jeden Donnerstag und Freitag von 18.30 Uhr bis 21.15 Uhr). Der Reither Kogel wurde bereits vom weltgrößten Skitestportal „Skiresort.de“ zum besten Nachtskigebiet gekürt. Pistenraupen Co-Pilot am Reither Kogel bis 1. März 2026 (jeden Montag, Mittwoch und Sonntag).
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