Auf der Black Attack die Herausforderung suchen

Skifahren im Zillertal – ein einzigartiger Pistenspaß

Bild oben: Ein grandioser Berg – die 2973 m hohe Ahornspitze

Was für eine rasante Abfahrt. Seitdem die Möslbahn hoch über dem Zillertal in Betrieb ist, gewinnt die dazu gehörende Abfahrtimmer mehr Freunde. Vor allem bei sportlichen Fahrern, die der Name Black Attack herausfordert. Ein einziger Pistenspaß für alle Skibegeisterten, so die Patricia Kröll: „Durch die innovative Bahn mit ihren Zehn-Personen-Gondeln ist der Hochschwendberg nundirekt mit dem Skigebiet am Penken verbunden,“ freut sich die Sprecherin der Mayrhofner Bergbahnen. „Und die Busfahrt vom Hochschwendberg zum Einstieg ins Skigebiet ist Geschichte. Somit trägt die neue Bahn auch positiv zur Verkehrssituation bei.

Doch die Planung geht weiter, wie Patricia Kröll erläutert. „Wir sind in Gesprächen mit Grundeigen-tümern. Die technische sowie behördliche Machbarkeit eines Skigebietszusammenschlusses wird aktuell geprüft.“ Konkrete Pläne liegen zwar noch

Hoch über dem Zillertal - die Bergstation der Möslbahn
Hoch über dem Zillertal – die Bergstation der Möslbahn

nicht vor, doch geht es darum, wie man hört, das Penken-Skigebiet mit Kaltenbach, also mit den Pisten vom Hochzillertal, zu verbinden. Wenn dann das Vorhaben der Schultz-Gruppe umgesetzt worden ist, das ihr gehörende Hochzillertal mit dem ebenfalls zur Unternehmens-Gruppe zählenden Fügener Spieljoch zu verbinden, ist ein Skiausflug von Fügen bis nach Tux, also bis zu den Eggalmen oberhalb von Tux-Lanersbach, durchgängig möglich.

Eins ist sicher, was auch Patricia Kröll bestätigt. „Die Möslbahn ist ein absoluter Gewinn für den Tou-rismus in dieser Region.„Bisher konnten wir bereits einen Gästezuwachs von rund 30 Prozent registrieren und langfristig versprechen wir uns eine weitere Aufwertung des Ortsgebiets Schwendberg/Hochschwendberg.“ Dies bestätigen auch einige der Hoteliers und Tourismusanbieter: Die neue Bahn bringe den Gästen, welche die Gelassenheit und Ruhe dort oben schätzen mit der direkten Verbindung ins Skigebiet rund um den Penken einen weiteren, unschätzbaren Vorteil.

Gäste, die ein Quartier unterhalb vom Schwendberg im Tal bevorzugen, bringt der Skibus zuverlässig von Hippach zur Horbergbahn, die an Spitzentagen bis zu 5000 Gästen täglich nach oben transportiert. Drängeleien muss man wegen der Förderleistung von 2600 Personen pro Stunde nicht befürchten. Und oben im weiten Rund des Skigebiets,

Blick auf das Skigebiet rund um den Penken

das von 58 Sessel- und Gondel-Bahnen bis in 2500 m Höhe erschlossen wird, findet jeder seinen Pistenspaß. Auch derjenige, der die Herausforderung sucht. Auf ihn wartet die Harakiri-Piste, der Werbung zufolge mit 78 Prozent Gefälle dias steilste Pisten-Erlebnis Österreichs. Wer sie bezwingt, was nur absoluten Könnern empfohlen wird, erhält an allen Kassen und im online-Shop das Harakiri-Shirt, das viele gern als Trophäe mit nach Hause nehmen.

Der überwiegende Teil der Pisten ist jedoch rot oder blau markiert, also für weniger erfahrene Ski- und Snowboard-Fahrer besonders geeignet. Dies erklärt wohl auch, weshalb immer wieder kleine Grüppchen recht unbekümmert-naiv an unübersichtlichen Stellen eine kleine Steh- oder Ratsch-Pause einlegen, wie auf dem Ziehweg, der das Penken-Skigebiet mit den Eggalmen verbindet, wo in einer engen Kurve vor dem Restaurant Waldhütte häufig Gruppen den Weg blockieren und somit Karambolagen geradezu herausfordern.

Dennoch – ein Ausflug zu den Eggalmen mit ihren sonnigen Abfahrten lohnt sich. Die längste führt bis an den Lanersbacher Ortsrand, von wo eine moderne Kabinenbahn die Skiausflügler wieder ins Skigebiet bringt, das bis auf 2330 m hinaufreicht.

Auf dem Weg zu den Eggalmen

Große Freude, auch wenn die Rückfahrt Richtung Penken/Horberg mit der Rastkogelbahn eher lästig ist, erinnert die Bahn doch an „alte Zeiten“, weil die winzigen Kabinen kaum ausreichen, um vier Personen den erforderlichen Platz zu bieten. Erneuerungspläne? Gibt es derzeit nicht. Wegen kaum nennenswerter Wartezeiten, so die Erklärung der zuständigen Zillertaler Gletscherbahnen.

Zurück am Penken – dichter Nebel ist aufgezogen. Was tun? Es gibt eine Lösung. Mit einer der supermodernen Kabinen der Penkenbahn hinunter nach Mayrhofen. Kurzer Spaziergang zur Talstation der Ahornbahn, der größten Seilbahn Österreichs, die bis zu 160 Personen in knapp sechs Minuten hinauf transportiert aufs Ahornplateau(1995 m). Dort beginnt „das pistentechnische Highlight im Zillertal schlechthin,“ so der zwischen1975 und 1983 erfolgreiche Skirennfahrer Uli Spieß (65) aus Mayrhofen: Rund sechs spektakuläre Kilometer mit Steilhängen, rasanten Kurven, längeren Gleitpassagen bis an der Ortsrand von Mayrhofen. Ein sportlicherPistenspaß, auf beiden Seiten begrenzt durch dichten Wald, der bei schlechter Sicht eine optimale Orientierungshilfe bietet. Nebel, was willst Du? Dort, wo sich der Wald am Piste

Auf der Ahornpiste rasant ins Tal
Auf der Ahornpiste rasant ins Tal

nrand einmal kurz öffnet, sollte man anhalten. Der Blick auf den tief unten liegenden Ort Mayrhofen ist einmalig. Auf einer weiten Wiese direkt vor der Ahornbahn-Talstation endet später nach 1300 Höhenmetern dieses traumhafte Abfahrtserlebnis.

Wer danach noch Lust und Kondition hat, kann seinen Skitag mit einem letzten Skispektakel beenden: Auf der Tourenabfahrt vom Penken zurück ins Tal nach Schwendau. Diese rund fünf Kilometer lange Skiroute mit einem Höhenunterschied von 1100 Metern bietet alles, was einen sportlich-aktiven Ski-tag abrundet: Schmale, kurvige Waldpassagen, buckelige Ziehwege und zum Schluß weite Wiesenhän-ge, die das Skifahrerherz höher schlagen lassen, bis das Erlebnis direkt vor der Talstation der Hor-bergbahn endet. Mangels Schnee ist diese Abfahrt jedoch nur selten zu befahren. Doch auch das soll den Mayrhofner Bergbahnen zufolgebesser werden. „Wir prüfen aktuell den Ausbau des oberen Teils der Skiroute vom Penken mitsamt der Verstärkung der Schneeanlage und Errichtung einer Mittel-station bei der bestehenden Horbergbahn,“ so Patricia Kröll. „So könne der obere Teil ordentlich aufgewertet werden, 58 Prozent der Strecke würden zu einer beschneiten Abfahrt ausgebaut.“ Und der untere Teil? Dazu die Expertin: „Der soll Skiroute bleiben, weil aufgrund der schwierigen Verhältnisse dieser Teil nur von einem sehr eingeschränkten Kreis an Skifahrern genutzt werden könnte.“

Auch das muss sein Sonne tanken am Ahornplateau

Weitere Informationen: Zillertal Tourismus, Bundesstraße 27d, A-6262 Schlitters/Zillertal, Tel. +43 5288 87187, info@zillertal.at,www.zillertal.at. Tourismusverband Mayrhofen-Hippach, Dursterstraße 225, A-6290 Mayhofen, +43 5285 6760, info@mayrhofen.at, www.mayrhofen. Mayrhofner Bergbahnen, Ahornstraße 853, 6290 Mayrhofen, info@mayrhofner-bergbahnen.com, www.mayrhofner-bergbahnen.com

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