Ski Food Festival im Hochzillertal – in zwei Tagen um die kulinarische Welt carven!

VON JUPP SUTTNER (Text und alle Fotos, aufgenommen beim Ski Food Festival 2018)

 

Dezember 2022

Hi ihr Ski-Freaks – falls ihr zur Kategorie der Genuss-Wedler gehört, dann solltet ihr euch folgenden Termin der nächsten Woche ganz dick ankreuzen:

Samstag/Sonntag, 17./18. Dezember 2022

Denn da könnt ihr in zwei Tagen um die Welt wedeln! Zwar nicht skitechnisch – aber kulinarisch. Und zwar in der Tiroler Skiregion Hochzillertal-Kaltenbach und im gleich danebenliegenden Fügener Skigebiet Spieljoch. Denn dort steigt nach der erfolgreichen Premiere 2017 nun das 4. Ski Food Festival. In den beiden vergangenen Wintern hatte es Corona wegen ausfallen müssen.

Auf zur nächsten „Länder-Hütte“!

Besonderheit: An 13 Labestationen – sprich Hütten – werden für die Mittagseinkehr Köstlichkeiten aus 13 Nationen serviert. Und an den Skiliften werden zwischen 9 und 11 Uhr „Länderproben“ offeriert. Der Skipass kostet jeden Tag 79 Euro – inklusive besagter Länderproben. Und für 39 Euro mehr gibt es noch das erwähnte 3-Gänge-Menü auf einer der Hütten nach Wahl. Hierzu ist eine Reservierung nötig. Vor dem
jeweiligen Betrieb werden Kostproben an die Wintersportler verteilt.

Hirschwurst – und hinterher…

Und dies sind die Hütten und ihre Spezialitäten an jenem Wochenende:

Hochzillertal:


sChic Bar – Norwegen
Kristallhütte – Israel
Wedelhütte – Frankreich
Albergo – Italien
Mountainview – Deutschland
Firnhütte – Spanien
Kaltenbacher Skihütte – Österreich
Zirmstadl – Schweiz
Platzlalm – Dänemark
Kashütte – Asien

Spieljoch:


Mountain Loft – Venezien (Italien)
Kohleralm – USA
Skihütte – Kroatien

Olympia-Silbergewinner Reinfried Herbst mit Seilbahn-Queen Martha Schultz (links) und Hüttenwirtin

Packages:

Im Privatzimmer ab 319 Euro
Im Gasthof ab 429 Euro

Im Hotel ab 495 Euro

Dafür gibt es:

  • 2 Übernachtungen in der jeweiligen Kategorie
  • 3-Tages Superskipass für das gesamte Zillertal
  • 1 Gutschein für einen Liegestuhl
  • 1 Test der neuesten Skimodelle (2 Stunden, pro Person im Doppelzimmer)
  • Teilnahme am Skifood Festival (Ski Food Menü bitte gesondert bestellen)

Kinderermäßigung (bei 2 Vollzahlern, Kinder im 3. und 4. Bett)

0–5 Jahre: 100%; 6–14 Jahre: 50%; 15–18 Jahre: 20%

Anfragen unter: info@hochzillertal.com

Weitere Infos: www.skifoodfestival.at , www.hochzillertal.com , www.zillertal.at , www.tirol.at , www.austria.info

Kammänbääär

 

Und falls ihr wissen wollt, wie es bei der Austragung 2018 dieses Festivals war – bittesehr:

 

VON JUPP SUTTNER    ////   Es war einmal ein Blumenkohl. Er lebte in einem Bio-Garten mit geilen Gurken, zünftigen Zucchinis, ziemlich roten Rüben und dem langweiligen Vetter Brokkoli. Als die Gurken, Zucchinis und roten Rüben alle geerntet waren, wurde es dem Blumenkohl fad. Denn es war ja nur noch der bornierte Familienverwandte Brokkoli da und mit dem konnte man keine frivolen Unterhaltungen führen. Denn er lebte nur in seiner stumpfen Gemüsewelt. Also, dachte sich der Blumenkohl – und tschüss! Und machte sich auf den Weg.

Jener führte ihn direkt aus Israel, also von 0 Metern über dem Meeresspiegel, auf 2.150 Metern Höhe – zur Kristallhütte im tirolerischen Hochzillertal. Dort wurde sein Eintreffen sehnlichst erwartet, denn es kreisten ja wahre Wunderdinge um diesen Blumenkohl. Und so kündigten sie bereits Wochen vorher seine Ankunft mit geradezu Fanfarenstößen an und es schrie von der Speisekarte: “Die vegetarische Revolution“. Und jetzt nun liegt er vor uns. Auf dem Teller. Gratiniert. Und versehen mit frischer Salsa aus Pfefferoni, Petersilie, Knoblauch und Olivenöl.

Der ehemalige österreichische Slalom-Crack Reinfried Herbst (Olympiasilber 2006) beißt hinein – und verdreht die Augen. Vor Wonne.

Die österreichische Seilbahn-Königin Martha Schultz beißt hinein – und schließt die Augen. Vor Wonne.

Der nichtösterreichische ABGEFAHREN-Reporter beißt hinein – und bringt anschließend minutenlang kein Wort heraus. Vor Wonne.

Denn dieser Brassica oleracea ist für alle drei „Der beste Blumenkohl, den wir in unserem gesamten Leben“ verschnabuliert haben. UN-GAUB-LICH!

Wie der Blumenkohl den Weg aus Israel ins hohe Hochzillertal geschafft hat? Dank einer Hilfestellung der offiziell mit diesem Titel gekürten „Tirolerin des Jahres“, Martha Schultz. Denn sie und ihr Bruder Heinz, die gemeinsam Bergbahnen in dieser Gegend hier betreiben, kreierten eine Skigebiets-Opening-Aktion namens „Ski Food“. Bei jener düst man von Lift zu Lift und von Hütte zu Hütte und lässt sich überall internationale Spezialitäten aus aller Welt servieren – offeriert sowohl als Fingerfood-Häppchen wie auch als ein israelisches oder italienisches oder französisches usw. Dreigänge-Menü.

Anstoßen auf das gute Gelingen des Festivals

Die Premiere von Ski Food – als gewissermaßen Schneeverwandter von Street Food – fand letzten Winter statt. 2018 erlebte die erste Wiederholung und des großen Erfolges wegen wird dieses Event auch 2019 steigen. Wobei es schwerfallen dürfte, den vorgestrigen Samstag zu überbieten, denn:

Die Skifahr-Verhältnisse offenbarten sich mit Windstille und Sonnenschein bei 8 bis 12 ° minus und phantastisch griffigem Naturschnee auf festem Kunstschnee-Untergrund sowie beileibe nicht überfüllten Pisten als derart phantastisch, dass man sich fragen muss, ob es noch irgendeinen Skitag in diesem Winter geben wird, der jenen des Samstags zu überbieten in der Lage sein wird.

Wir genossen mit angeschnallten Latten verschiedenste Zwischendurch-Häppchen – am Schweizer Stand einen würzigen Appenzeller, am Tiroler Stand eine rassige Hirschwurst, am italienischen Stand perfekte Pasti und am französischen Stand Camembert mit Honig (wobei wir darauf achteten, jenen nicht auf den Skibelag zu bringen).

Doch der Star aller Stars blieb an diesem Tag natürlich der Blumenkohl, serviert unter dem Motto „Kristallhütte feat. Tel Aviv“, denn von dort stammt diese Zubereitungsmethode. Und keine Bange: Wir haben zwar alle Tages-Vorräte des Karfiols (wie Blumenkohl auch gerne genannt wird) verschlungen. Doch inzwischen ist eine ganze Horde seiner Kumpels frisch in der Kristallhütte eingetroffen und die Kohl-Boys können den ganzen restlichen Winter über dort geordert werden. Für 10 Euro die Portion. Und was natürlich nicht vergessen werden darf:

Den Blumenkohls gefällt es derlei gut im Gebirge – dass sie auch noch die geilen Gurken, die zünftigen Zucchinis und die ziemlich roten Rüben überzeugen konnten, sich auf die Reise zu machen. Seitdem steigen in der Kristallhütte die heißesten Küchen-Partys.

Gottseidank ohne den Brokkoli, dieser ewigen Spaßbremse.

Die es wohl nie ins pralle Ski Food-Leben schaffen wird.

Jupp Suttner

Falls ihr auch noch die wirklich schönen und lustigen Fotos zu dieser Story sehen wollt – hier der Link dazu:

https://reise-stories.de/abgefahren-das-blumenkohl-glueck-im-hochzillertal/

 

Und falls ihr wissen wollt, was es sonst noch alles Neues gibt im Hochzillertal – dann diesen Link hier anklicken:

https://ski-stories.de/2022/12/01/hochzillertal-kaltenbach-startet-am-3-dezember/

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Titel-Foto:

Blumenkohl im Zillertal. Copypyright: Jupp Suttner

 Alle anderen Fotocredit & Copyright:

Gleichfalls Jupp Suttner

 Text:

Jupp Suttner

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